Bibliotheken sind die am stärksten genutzten Kultur- und Bildungseinrichtungen in Deutschland.
Jährlich besuchen mehr als 200 Millionen Leser Bibliotheken.
Jeden Werktag kommen mehr als 670.000 Leser in Bibliotheken.
Allein 2008 entliehen 11,3 Millionen registrierte Leser 465 Millionen Medien.
Zum Vergleich: Theater, Orchester und Festspiele haben in Deutschland insgesamt jährlich 30 Mio. Besucher. Für Kurse der Volkshochschulen meldeten sich im Jahr 2006 rund 9 Mio. Teilnehmer an. Museen verzeichnen jährlich ca. 105 Mio. Besuche. (Quellen: Theaterstatistik des Deutschen Bühnenvereins 2008/2009; Statistik des DVV 2008; Institut für Museumsforschung der SMB-PK, 2008).
Rund 11.000 Bibliotheken sind im Jahr 2008 in der Deutschen Bibliotheksstatistik erfasst worden. Dazu gehören die Deutsche Nationalbibliothek und die Staatsbibliotheken in München und Berlin, aber auch Stadt- und Gemeindebibliotheken, Fahrbüchereien, konfessionelle Bibliotheken, Uni- und Fachhochschulbibliotheken, Spezialbibliotheken und viele andere.
Weitere ausführliche Informationen dazu finden Sie im Bibliotheksportal.
Bibliotheken ermöglichen den freien Zugang zu Büchern und Zeitschriften, aber natürlich auch zu CD-Roms, DVDs, Musik-CDs, Videos, Hörbüchern, Spielen, E-Books und Informationen im Internet.
Bibliotheken sind Partner beim lebenslangen Lernen. Sie vermitteln Kindern aller Altersstufen Lese- und Medienkompetenz und bieten Erwachsenen vielfältige Möglichkeiten, sich beruflich und persönlich weiterzubilden. Bereits für die Kleinsten gibt es Projekte zur Lesefrühförderung wie z.B. die "Bücherbabys", später dann "Leselatte". Schüler, Auszubildende und Studenten benötigen die Angebote von Bibliotheken: in den Schulen oder Gemeinden, von Fachhochschul- und Universitätsbibliotheken. Und auch für die berufliche und persönliche Weiterbildung von Erwachsenen bieten Bibliotheken passende Lösungen an, so z.B. durch Berufsberatung oder durch multimediale Lernstudios.
In Bibliotheken wird an der Lösung wichtiger Aufgaben wie der Digitalisierung von Kulturgut und an der Archivierung digitaler Daten gearbeitet. Sie sorgen damit für die langfristige Zugänglichkeit der kulturellen Überlieferung, indem sie veröffentlichte Medien aller Art speichern und für die Nachwelt erhalten.
Sie ermöglichen den Zugang nicht nur zu den Originalen, sondern auch zu digitalen Abbildern. Beide können über Webkataloge aufgespürt werden, die auch Bestände von Museen und Archiven enthalten.
Bibliotheken kooperieren und netzwerken
Bibliotheken kooperieren in vielfältiger Weise: vor Ort beispielsweise mit anderen Bildungsträgern wie Schulen und Volkshochschulen. Bibliotheken kooperieren bundesweit miteinander und sorgen z.B. dafür, dass Medien bundesweit und nach verschiedenen Fachgebieten recherchiert und per Fernleihe über eine Bibliothek vor Ort ausgeliehen werden können.
Bibliotheken und Lesen
Neu erschienen ist im August 2009 ein Kommentarband zur Studie der Stiftung Lesen, gefördert vom Bundesministerium für Bildung und Forschung, "Lesen in Deutschland 2008", mit einem Artikel von Frau Prof. Dr. Beger zur Bewertung der Ergebnisse für Bibliotheken. Der Band kann hier für 12,95 € bestellt werden: www.stiftunglesen.de/forschung/publikationen/Default.aspx